Dieser Ratgeber gehört zu unserer GrundlagenreiheÜberwachungsdrohnen: der umfassende RatgeberOrdnen Sie diese Plattformanalyse in Aufgaben, Grenzen und Auswahlkriterien ein.
Grundlagenratgeber

Diese Seite erläutert die Grundlagen und verweist auf vertiefende Beiträge. Fähigkeiten, Einschränkungen und Vorschriften müssen immer für den jeweiligen Standort und Einsatz geprüft werden.

Die kurze Antwort

DJI Dock 3 ist von diesen drei Systemen am schlüssigsten für wiederholte lokale Missionen, kompakte Installation und schnelle Wiederbereitschaft.

Autel EVO Nest ist eine plausible Multikopter-Alternative. Genaue Generation, Widersprüche in Veröffentlichungen, Service und gelieferte Software müssen schriftlich bestätigt werden. Zur Überprüfung siehe Autel EVO Nest · offizielle FAQ.

JOUAV VTOL Hangar ist kein direkter Ersatz für eine der kompakten Stationen. Er wird für Stromleitungen, Pipelines, Bahnstrecken, Bergwerke und verteilte Infrastruktur relevant.

Keines dieser Systeme gewährleistet allein einen dauerhaften Sicherheitsschutz. Stationäre Kameras, Perimetersensoren und menschliche Reaktion bleiben nötig, während das Fluggerät lädt oder nicht fliegen kann.

Regelmässiger Fernbetrieb in der Schweiz ist in der Regel BVLOS und gehört damit zur speziellen Kategorie. Zur Überprüfung siehe BAZL · Einführung in die spezielle Kategorie.

Thema vertiefen

Zwei Fluggerätefamilien statt drei gleichartiger Produkte

DJI Dock 3 und Autel EVO Nest beherbergen Multikopter. Diese Fluggeräte können schweben, sich langsam bewegen und Sensoren präzise auf ein Tor, Dach oder Anlagenteil ausrichten. Ihre naheliegenden Aufgaben sind lokale Patrouillen, Alarmverifikation und punktuelle Inspektion.

JOUAV CW-15V startet senkrecht und geht anschliessend in einen von Tragflächen getragenen Reiseflug über. Die Flügel ermöglichen effiziente Bewegung über weite Distanzen. Der Vorteil zeigt sich bei Korridoren und ausgedehnten Arealen. Dafür sind eine deutlich grössere Station und ein anspruchsvolleres Betriebskonzept nötig.

Ein Vergleich allein anhand der vom Hersteller genannten Flugzeiten von 42, 54 und 120 Minuten wäre deshalb irreführend.

DJI Dock 3, Autel EVO Nest und JOUAV im Vergleich

Alle folgenden Werte sind Herstellerangaben, die am 9. August 2026 geprüft wurden. Sie helfen bei der Auswahl einer Architektur, garantieren aber keine Verfügbarkeit, Reichweite oder Bildqualität am vorgesehenen Standort.

Autel veröffentlicht auf eigenen Seiten unterschiedliche Stationsgewichte und Reichweiten. JOUAV nennt zwei Ladezeiten und zwei Schutzarten für den Hangar. Diese Widersprüche sollten über vertragliche Spezifikationen geklärt werden, statt willkürlich einen Wert auszuwählen. Zur Überprüfung siehe DJI Dock 3 · offizielle Seite und Autel EVO Max 4T V2 · offizielle Seite.

Herstellerdaten und Einordnung für Projekte, geprüft am 9. August 2026
KriteriumDJI Dock 3 + Matrice 4D/4TDAutel EVO Nest + EVO Max 4T V2JOUAV JOS-C700 + CW-15VEinordnung für das Projekt
ArchitekturKompakte MultikopterstationTransportierbare MultikopterstationStarrflügel-VTOL mit grossem automatisiertem HangarJOUAV bedient eine andere Grössenordnung
Naheliegende MissionLokale Patrouille, Alarmverifikation und nahe InspektionLokale Überwachung, thermische Verifikation und InspektionKorridore, Netze und ausgedehnte GebieteMit der geografischen Ausdehnung der Mission beginnen
Veröffentlichte FlugdauerBis zu 54 minBis zu 42 min120 min mit NutzlastDie nutzbare Flugdauer fällt geringer aus
Veröffentlichter RadiusUnter DJI-Bedingungen bis zu 10 km4,4 Meilen in der Übersicht, etwa 12 km in den FAQ und 8 km CE-Übertragung des Fluggeräts47 km in der technischen Tabelle und 50 km im ÜbersichtstextAbweichende Angaben klären
SchwebenTypische MultikopterfähigkeitTypische MultikopterfähigkeitIn vertikalen Flugphasen genutzt; der Hauptvorteil liegt im tragflächengestützten ReiseflugMultikopter eignen sich für stationäre Beobachtung
Sensoren4TD umfasst drei sichtbare Kameras, Wärmebild mit 640 × 512, NIR und LaserentfernungsmessungSichtbares Bild, Zoom, Wärmebild mit 640 × 512 und Entfernungsmessung je nach GimbalZwei Nutzlastplätze mit Optionen für sichtbares Bild, Wärmebild, Zoom, RGB oder LiDARBenötigte Nachweise vergleichen, nicht die Sensorzahl
Stationsgewicht55 kg ohne FluggerätEtwa 60 kg in der Tabelle und 70 kg an anderer StelleUnter 900 kg einschliesslich angegebener NotstromversorgungJOUAV ist feste Infrastruktur
Veröffentlichte Ladezeit15 % bis 95 % in 27 min bei 25 °C10 % bis 90 % in 25 min unter den genannten BedingungenUnter 100 min in der Tabelle und 30 min im WerbetextJOUAV benötigt eine vertragliche Angabe
Schutzart der StationIP56IP55IP55 in der Tabelle und IP54 in anderen TextenIP-Schutzarten garantieren keine wetterunabhängige Verfügbarkeit
Temperaturbereich der Station-30 °C bis 50 °C-30 °C bis 55 °C-30 °C bis 50 °CLokale Temperaturwechsel prüfen
Windangabe des Fluggeräts12 m/s12 m/s im Reiseflug und 10,7 m/s bei Start und Landung13,8 m/s angegebenBetriebsgrenzen benötigen Sicherheitsreserven
Bodenseitige KonnektivitätGigabit-Ethernet, optional 4G und FlightHub 2Kabelgebunden, 4G oder 5G, AICS und mögliche DirektverbindungEthernet, Glasfaser, JoCloud sowie Angaben zu privater Bereitstellung und SDKDatenfluss- und Rückfallkonzepte verlangen
InstallationFest oder auf Fahrzeug montiertTransportierbar, laut Hersteller durch zwei Personen aufbaubarFester Hangar mit FundamentDie Logistik unterscheidet sich grundlegend
Passendster EinsatzLager, Industrieareal, Steinbruch oder kompakte BaustelleAlternative lokale MultikopterplattformStromnetz, Pipeline, Bergwerk oder verteilte InfrastrukturEs gibt keinen universellen Sieger

Multikopter oder Starrflügel-VTOL

Ein Multikopter verbraucht Energie, um in der Luft zu bleiben. Dafür kann er schweben und sich präzise positionieren. Das ist wertvoll, wenn eine Bedienperson ein Tor kontrollieren, sichtbare und thermische Bilder vergleichen oder eine Zone aus mehreren Blickwinkeln beobachten muss.

Ein Starrflügel-VTOL benötigt komplexere Start- und Übergangsphasen, bevor er in den effizienten Reiseflug übergeht. Er kann wesentlich weiter fliegen, ist aber nicht von Natur aus für lange stationäre Beobachtung optimiert.

Die Architektur sollte zur Entfernung zwischen den Orten passen, an denen betriebliche Entscheidungen nötig sind. Liegen alle wichtigen Zonen in einem Industrieperimeter, ist ein kompakter Multikopter meist verhältnismässiger. Muss das Fluggerät einer Pipeline folgen oder verteilte Anlagen verbinden, kann der Starrflügel-Reiseflug die zusätzliche Infrastruktur rechtfertigen.

Abdeckung und Sensoren: technischer Radius ist keine Sicherheitsabdeckung

DJI veröffentlicht einen maximalen Einsatzradius von 10 km unter seinen Testbedingungen. Autel nennt mehrere nicht vollständig übereinstimmende Distanzen. JOUAV gibt 47 km in der technischen Tabelle und 50 km im Übersichtstext an.

Keiner dieser Werte sollte als nutzbare Schweizer Reichweite übernommen werden. Die tatsächliche Route hängt von Wind, Nutzlast, Reserve, Gelände, Hindernissen, Störungen, Luftraum und Bewilligung ab.

Ein Fluggerät beobachtet jeweils nur einen Bereich. Während Ladung, Wartung oder wetterbedingter Absage fällt die Luftkomponente aus. Stationäre Kameras, Perimetererkennung und Reaktionsabläufe bleiben notwendig.

DJI Matrice 4TD und Autel EVO Max 4T V2 verbinden sichtbare Bilder, Zoom, Wärmebild und Entfernungsmessung. CW-15V nimmt verschiedene Nutzlasten auf. Wärmebildtechnik sieht weder durch Wände noch erkennt sie Absichten. Die Beschaffung sollte Objekt, Entfernung, Winkel, Wetter und benötigte Aussagesicherheit definieren.

Thema vertiefen

Wetter, Kommunikation und Cybersicherheit

IP-Schutzarten und veröffentlichte Temperaturbereiche der Stationen beschreiben bestimmte Tests oder Konfigurationen. Sie beweisen nicht, dass bei Starkregen, Schnee, Vereisung, Nebel oder turbulentem Wind gestartet werden sollte.

Ein Pilot sollte Absagen, vorzeitige Rückkehr, Bildqualität, Akku-Wiederbereitschaft, Landegenauigkeit und Verhalten bei Verbindungsabbruch messen. Lokaler Wind an Gebäuden oder Gelände kann wichtiger sein als der veröffentlichte Höchstwert.

DJI nutzt O4+ Enterprise, FlightHub 2, Ethernet und optional Mobilfunk. Autel beschreibt AICS, Missionsübermittlung über Kabel, 4G und 5G sowie direkte Kommunikation zwischen Station und Fluggerät. JOUAV verbindet einen integrierten Datenlink, Ethernet, Glasfaser und JoCloud.

Der Käufer benötigt ein dokumentiertes Konzept für Haupt- und Ersatzverbindung, Verhalten bei Verbindungsverlust, Cloud-Grenzen, Hosting, Administratorkonten, Verschlüsselung, Protokolle, APIs, Updates, Datenexport und Lieferantenwechsel.

Infrastruktur und Logistik

Nach veröffentlichten Abmessungen und Gewichten hat DJI Dock 3 den geringsten Infrastrukturbedarf der drei Systeme. Die Fahrzeugmontage kann temporäre oder verteilte Einsätze unterstützen. Jede Installation braucht dennoch stabile Positionierung, Entwässerung, Strom, Kommunikation und Hindernisprüfung.

Auch Autel EVO Nest wird als transportierbar beschrieben. Die eigenen Seiten veröffentlichen unterschiedliche Gewichte, die vor der Planung von Handhabung und Befestigung geklärt werden sollten. Zur Überprüfung siehe Autel EVO Nest · offizielle Seite.

JOUAV JOS-C700 ist feste Infrastruktur. Die geschlossene Station misst 2,45 × 1,9 × 1,9 m, öffnet sich auf ungefähr 4,5 m Breite und wiegt mit dem angegebenen Ersatzstromsystem unter 900 kg. Bauarbeiten, Zugang und physischer Schutz werden Teil des Projekts. Zur Überprüfung siehe JOUAV JOS-C700 und CW-15V · System für unbegleiteten Betrieb.

Thema vertiefen

Schweizer BVLOS-Anforderungen

Das BAZL hält fest, dass BVLOS in der offenen Kategorie nicht erlaubt ist. Regelmässiger Fernbetrieb einer Station gehört daher in der Regel zur speziellen Kategorie. Zur Überprüfung siehe BAZL · Regeln für Drohnenflüge.

Der Betreiber muss das anwendbare Bewilligungs- oder Erklärungsverfahren nutzen. Je nach Betrieb kommen STS, PDRA oder SORA infrage. Standardszenarien benötigen Fluggeräte der Klassen C5 oder C6 und festgelegte Betriebsbedingungen.

Das Betriebskonzept muss Luft- und Bodenrisiken, unbeteiligte Personen, Strassen, Nachbargrundstücke, Gelände, Kommunikationsverlust, Wetter, Wartung, Kompetenzen, Normalverfahren und Notfallreaktionen abdecken. Technischer Radius begründet niemals eine Flugerlaubnis.

Bilder identifizierbarer Personen sind Personendaten. Routen, Kamerawinkel, Zoompositionen, Zugriff und Aufbewahrung sollten an Erforderlichkeit und Verhältnismässigkeit ausgerichtet werden.

Thema vertiefen

Empfehlungen nach Anwendungsfall

Lager, Baustelle oder kompakter Industrieperimeter

DJI Dock 3 ist von diesen drei Systemen am verhältnismässigsten. Autel EVO Nest verdient einen Pilotversuch, wenn genaue Konfiguration, Service und Datenarchitektur bestätigt werden können. JOUAV ist meist überdimensioniert. Zur Überprüfung siehe DJI Dock 3 und Matrice 4D/4TD · technische Daten.

Grosses Areal mit mehreren benachbarten Zonen

Vergleichen Sie DJI und Autel durch Tests vor Ort. Zeit bis zu entscheidungsrelevanten Bildern, Funkabdeckung, Missionserfolg, Datenkontrollen und Reaktion des Integrators zählen mehr als die Flugzeit im Prospekt.

Stromleitung, Pipeline, Bahnstrecke oder verteiltes Netz

JOUAV passt am besten zur geografischen Ausdehnung. Dennoch sind ein tragfähiges BVLOS-Konzept, Kommunikation entlang der Route, sichere Rückkehr- oder Bergungsmöglichkeiten und vertraglich geregelter Support erforderlich.

Kleinbetrieb oder Privatgrundstück

Keines sollte die Standardwahl sein. Stationäre Kameras, Beleuchtung, Perimetererkennung und menschliche Reaktion sind häufig verhältnismässiger.

Unsere Einschätzung und Messgrössen für den Pilotversuch

DJI Dock 3 und Autel EVO Nest konkurrieren direkt bei lokalen Multikoptereinsätzen. DJI bietet eine kompakte Plattform, schnelle Wiederbereitschaft und detaillierte öffentliche Dokumentation. Autel bietet relevante Fähigkeiten, doch veröffentlichte Widersprüche bei Gewicht und Reichweite verlangen vertragliche Klärung. Zur Überprüfung siehe EDÖB · private Videoüberwachung.

JOUAV sollte nicht als dritte gleichartige Station dargestellt werden. Sein Nutzen entsteht, wenn die Distanz die Mission bestimmt. Dieser Vorteil geht mit schwererer Infrastruktur und einem anspruchsvolleren Luftfahrtkonzept einher.

Das beste System hat nicht die grösste Prospektreichweite. Es liefert rechtzeitig nützliche Informationen, mit gemessener Verfügbarkeit und einem bewilligungsfähigen Betriebskonzept.

Zehn Messgrössen für die Pilotabnahme

Messen Sie die gesamte Kette vom Alarm bis zur menschlichen Entscheidung.

  • Zeit vom Alarm bis zum Bild.
  • Anteil abgeschlossener Missionen.
  • Nutzbare Flugzeit mit Reserve.
  • Verbindungsqualität entlang der bewilligten Route.
  • Qualität von sichtbaren Bildern, Zoom und Wärmebild.
  • Wetterbedingte Absagen.
  • Bestätigte, verworfene und ungeklärte Alarme.
  • Tatsächliche Ladezeit.
  • Weiterbetrieb nach Verbindungs- oder Stromausfall.
  • Wartungsreaktion und Ersatzteilverfügbarkeit.

Häufige Fragen

Was ist besser: DJI Dock 3, Autel EVO Nest oder JOUAV VTOL Hangar?

Es gibt keinen universellen Sieger. DJI und Autel dienen lokalen Multikoptermissionen. JOUAV bedient Korridore und ausgedehnte Gebiete.

Dürfen die angegebenen Reichweiten von 10, 12 oder 47 km in der Schweiz genutzt werden?

Nicht automatisch. Es handelt sich um Herstellerangaben. Die tatsächliche Route hängt von Risiko, Kommunikation, Reserve und BAZL-Bewilligung ab.

Können diese Systeme bei jedem Wetter arbeiten?

Nein. IP-Schutzarten und Temperaturbereiche garantieren keinen Betrieb bei Starkregen, Schnee, Vereisung, Nebel oder turbulentem Wind.

Ist Autel EVO Nest eine direkte Alternative zu DJI Dock 3?

Ja, innerhalb der Kategorie der Multikopterstationen. Die genaue Fluggerätegeneration, vertraglichen Spezifikationen, Support und freigeschalteten Funktionen müssen bestätigt werden.

Kann JOUAV DJI Dock 3 ersetzen?

Nur wenn sich die Grössenordnung der Mission verändert. JOUAV passt zu langen Korridoren und verteilten Anlagen. Für ein einzelnes Lager ist es in der Regel unverhältnismässig.

Welche Systeme bieten Wärmebildtechnik?

DJI Matrice 4TD und Autel EVO Max 4T V2 integrieren Wärmebildtechnik. JOUAV bietet je nach Konfiguration thermische Nutzlasten.

Bedeutet Drone-in-a-Box einen Betrieb ohne Piloten?

Nein. Technische Schritte lassen sich automatisieren. Ein verantwortlicher Betreiber, Aufsicht und Betriebsverfahren bleiben notwendig.

Lassen sich die Preise vergleichen?

Ohne konfigurierte Offerten nicht zuverlässig. Integration, Software, Infrastruktur, Bewilligung, Wartung und Support können teurer sein als Fluggerät und Station.